200 Jahre „Dukatenkonzerte“

Heute vor 200 Jahren fand das erste der sogenannten „Dukatenkonzerte“ in Wien statt. Am 28. Februar 1815 gaben der Pianist Johann Nepomuk Hummel, der Geiger Joseph Mayseder und Mauro Giuliani gemeinsam in Wien am Haarmarkt im Haus des Papierhändlers Joseph Rohrer das erster ihrer sechs Subskriptionskonzerte. Hier der Originalbericht aus einer Wiener Zeitschrift vom 2. März 1815:

„Am letzten v. M. [vorigen Monats; 28. Februar 1815] haben die feinen und geistreichen Musiken begonnen, zu denen sich die drey Meister des Claviers, der Violine und Guitarre, Hummel, Mayseder und Giuliani vereinigt haben. In einem Privathause geben sie nacheinander sechs Concerte für Kenner und Freunde der Musik, in welchen sie selbst abwechselnd, ohne Begleitung eines grossen Orchesters, Trios, Phantasien und dgl. [dergleichen] zarte Blüthen der Kunst geben, welche mehr den inneren Kunstsinn ansprechen, als die Ohren füllen. Die Unterzeichnung ist auf sechs Dukaten gestellt, ein Preis, der die vielen reichen Kunstfreunde, welche Wien hat, und jetzt hier sich versammelt, nicht abschrecken wird, sich einen seltenen Genuss zu verschaffen.“

Am Schluss erklang jeweils zusammen mit einem Sänger oder einer Sängerin die berühmte französische Romanze „La Sentinelle“, welcher die drei Meister für diesen Zweck unter Hummels Federführung eingerichtet haben.

(Text von Gerhard Penn – mehr darüber in seinem Artikel in der aktuellen und den folgenden Ausgaben der Zeitschrift Il Fronimo)

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