Typ: Gitarre
Autor: Hauser, Hermann
Ort: München
Baujahr: 1935
Material: Fichte/Ahorn
Mensur: 62,5 cm
Quelle: Privatbesitz

Hermann Hauser I. (1892-1952), der wohl prominenteste Gitarrenbauer außerhalb Spaniens, entwickelte auf der Basis der Wiener Gitarre des 19. Jahrhunderts sein erfolgreiches „Wiener Modell“. Der breite Korpus, der gewölbte Boden, der verstellbare Hals mit frei schwebendem Griffbrett und die häufigsten Stegvarianten gehen auf Stauffers Legnani-Modell zurück, der Kopf ist dem Design Ludwig Reisingers nachempfunden.
Auch bei den frühen spanischen Modellen benutzte Hauser gelegentlich noch Wiener Elemente wie z.B. die Hals-Korpusverbindung und den Halteknopf am Zargenstoß.
Hausers Wiener Modell wurde bis in die 1960er Jahre (und damit auch von Hermann Hauser II.) häufig gebaut, sogar in allerjüngster Zeit wurden noch Wiener Modelle bei Hauser III. bestellt.

Auch Richard Jacob „Weißgerber“ hatte Wiener Modelle in seinem Programm:

Weißgerber-Gitarren im Musikinstrumenten-Museum der Universität Leipzig

Eines der klangschönsten und am besten erhaltenen Wiener Modelle von Weißgerber sehen Sie hier:

Weißgerber, Wiener Modell 1920

 

 

 

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