Chitarra d’oro an Gerhard Penn

Die hohe internationale Auszeichnung „Chitarra d’oro“ im Bereich Forschung geht 2015 an Gerhard Penn. Sie wird im Rahmen des Convegno internazionale di chitarra in Alessandria am 26. September verliehen.

Dr. Gerhard Penn ist Steirer und lebt in der Nähe von Basel, hauptberuflich arbeitet er bei Sandoz. Kaum ein professioneller Musikwissenschaftler hat so viel Wissen zur Gitarre erarbeitet wie Gerhard Penn in seiner Freizeit.
Sein Schwerpunkt ist die Geschichte der Gitarre im Wien des frühen 19. Jahrhunderts – die Etablierung der sechsaitigen Gitarre durch Personen wie Louis Wolf, Franz Tandler, Matteo Bevilacqua und andere. In seinem Text über Mauro Giulianis Wiener Jahre (1806-1819), von dem gerade der dritte Teil in der italienischen Zeitschrift „Il Fronimo“ erschienen ist, kann man die außerordentliche Qualität seiner Arbeit erkennen: Obwohl schon viele größtenteils hochkarätige Artikel und Bücher über Giuliani vorliegen (Thomas F. Heck, Nicola Giuliani, Marco Riboni…), hat erst Gerhard Penn die Wiener Ära mit neuen Archiv- und Literaturrecherchen umfassend dokumentiert, viele Lücken geschlossen und viele neue Fakten ans Licht gebracht – und damit ein sehr lebendiges Bild der Epoche gezeichnet.

Gerhard Penn ist auch Mitinitiator des alle zwei Jahre am Bodensee stattfindenden  International Guitar Research Meeting.
Wir gratulieren herzlich und freuen uns auf weitere Publikationen!

 

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